Ganz weit oben auf unserer Bucketlist stand das Matterhorn. Nicht, dass wir da raufklettern wollten – nein, wir wollen einfach nur nach Zermatt um den schönsten Berg der Alpen zu betrachten. Speziell dafür hatten wir bereits im letzten Jahr ein Zimmer mit Matterhornblick im Riffelhaus reserviert. Leider machte uns auch hier Corona einen Strich durch die Rechnung. Das Riffelhaus öffnet dieses Jahr erst wieder zur Wintersaison. Die angebotene Alternative war das 3100 Kulmhotel auf dem Gornergrat. Einmal im höchstgelegenen Hotel der Schweiz auf 3.100 m zu übernachten, hätte ja auch etwas gehabt. Leider verschoben auch die ihre Eröffnung, sodass wir nochmal suchen mussten. Wir landeten schließlich im Chalethotel Schönegg, mitten in Zermatt und sind total begeistert. Vom Bett und unserem Balkon aus können wir das Matterhorn sehen.

Die 5 Seenrunde

Die Talstation Sunnegga lag nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt. Von hier aus fuhren wir zur Sunnegga und stiegen dort in die Blauherdbahn um. Von hier aus sollte die 5-Seenrunde eigentlich als mittelschwere Tour starten. Unglücklicherweise übersahen wir eine Abbiegung und stiegen rund 200  Höhenmeter steil und unnötig den Berg auf. Nachdem wir feststellten, dass wir falsch waren, ging es diese Strecke wieder zurück. Kein guter Start für eine mehrstündige Tour! Aber wir fanden den richtigen Weg, besuchten alle 5 Seen, sahen mehrere Murmeltiere und eine Herde Schwarznasenschafe. Nach 4,5 Stunden kamen wir zwar platt aber zufrieden an der Bergstation Sunnegga an. Für den Rückweg nach Zermatt mieteten wir uns Trotti-Bikes. Das ist eine Art geländegängiger Tretroller. Mit diesen Teilen rollerten wir den Weg nach Zermatt hinunter. Das hat unheimlich Spaß gemacht.

Mit der Gornergrat-Bahn auf über 3.000 m

Die Gornergrat-Bahn fährt in 33 Minuten vom Zermatter Dorfzentrum auf den auf 3.089 m gelegenen Gornergrat – eines der Top-Ausflugszielen der Schweiz. Von hier oben aus hat man einen unglaublichen Ausblick auf eines der schönsten Bergpanoramen der Welt. 29 Viertausender sind hier zu sehen. Allein schon der Blick auf das Matterhorn (4’478 m) macht Gänsehaut. Von hier aus starteten wir unsere Wanderung. Erstes Ziel war der Riffelsee. Auf dem Weg dorthin mussten wir noch einige Schneefelder überqueren. An sonnigeren Stellen bildete sich dagegen schon ein wahres Blütenmeer. Nach ca. 40 Minuten erreichten wir den Riffelsee. Die Spiegelung des Matterhorns im Riffelsee ist das Postkartenmotiv schlechthin! Kurz dahinter liegt ein weiterer See, an den sich schon weitaus weniger Touristen verirren, der aber unserer Meinung nach mindestens genauso schön ist. Von hier aus ging’s dann in ca. 1,5 h zum Riffelberg. Dort konnten wir wieder in die Gornergrat-Bahn einsteigen und nach Zermatt hinunterfahren.