Vor etlichen Jahren fiel uns in einem Wandermagazin ein Bild von einer Hütte auf, die direkt in den Berg gebaut war. Das sah fantastisch aus und brannte sich in unser Gedächtnis. Für uns stand fest, diesen beeindruckenden Ort müssen wir besuchen. Es handelte sich um das Berggasthaus Aescher im Alpstein.

Once in a lifetime

2015 nahm das National-Geografics Magazin National-Geografics Magazin ein Bild vom Aescher-Haus auf die Titelseite und bezeichnete den Ort als den schönsten der Welt. Auch in die “Places to see before you die” wurde das Aescher-Haus aufgenommen und die Huffington Post schrieb vom “interessantesten Restaurant der Welt”. Die Promis ließen nicht lange auf sich warten. Ashton Kutcher und Roger Federer posteten Bilder auf Instagram und lösten einen regelrechten Ansturm auf das Berggasthaus aus. Das Aescher wurde von Touristen überflutet.

Durch Corona änderte sich plötzlich alles. Grenzen und Hotels dicht, die Touristen zuhause. Wir fragten im Aescher-Haus an und ergatterten ein Doppelzimmer, das normalerweise gar nicht vermietet wird, da es der Unterbringung des Personals dient. Als die Schweiz dann am 15. Juni 2020 die Grenzen für Touristen öffnete, war das unser Tag!

Mit der Luftseilbahn

Vom Bodensee kommend, fuhren wir früh über die Schweizer Grenze nach Wasserauen im Appenzellerland. Von hier aus ging es mit der Luftseilbahn auf 1.644 m auf die Ebenalp. Leider hatten wir richtig mieses Wetter. Kälte, Nebel und Regen, sorgten dafür, dass wir nur eine einstündige Rundwanderung machten. Dabei besuchten wir die Ebenalp und das Wildkirchli, eine bereits im Jahr 1621 gegründete Höhlenkapelle. Das Wildkirchli ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Hier werden auch noch regelmäßig Gottesdienste durchgeführt. 

Am unteren Ende der Höhlenkapelle führt ein Weg an der Felswand entlang und über einen hölzernen Steg direkt zum Berggasthaus Aescher. Die Lage war wirklich genauso, wie wir es von den Bildern kannten. Es wirkte sogar noch imposanter – wir waren total beeindruckt. Zwischenzeitlich hatte sich auch das Wetter gebessert und wir konnten ein paar Bilder machen.

Eine Nacht im Aescher

Das Zimmer war sehr einfach. Zwei Klappbetten, zwei Stühle, ein Spiegel – das war’s. Kein fließend Wasser, Toilette über den Flur und knarzende Holzdielen bei jedem Schritt. Aber mehr erwarteten wir auch nicht von einer Berghütte. Dafür gab es eine einmalige Atmosphäre, äußerst freundliches Hüttenpersonal und nette Gäste, mit denen wir zum Essen zusammen saßen. Gerstensuppe und Gulasch – einfach und sehr lecker. Danach noch das ein oder andere Getränk und ab ins Bett.

Am nächsten Morgen 07:30 Uhr gabs ein nicht gerade leichtes Hüttenfrühstück. So viele Kalorien mussten abgearbeitet werden. Auf zum 2-stündigen Abstieg. Nach 20 Minuten begann es in Strömen zu regnen. Der Weg war steil, total aufgeweicht und rutschig, sodass wir deutlich länger brauchten als geplant. Irgendwann kamen wir unten an, klatschnass aber glücklich. An dieses tolle Erlebnis werden wir sicher noch lange denken.

Auf geht’s zum nächsten Ziel!

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