Rhodos gehört zu den beliebtesten Inseln Griechenlands und bietet deutlich mehr als Strand, All-inclusive und Party. Zwischen mittelalterlichen Gassen, einsamen Bergdörfern, alten Burgen und versteckten Klöstern zeigt sich die Insel erstaunlich vielseitig. Gerade dieser Mix aus Geschichte, Natur, Badeurlaub und griechischer Lebensart macht Rhodos so besonders.

Wir waren mehrere Tage gemeinsam mit anderen Reisebüros auf Rhodos unterwegs, um Hotels persönlich zu testen und die Insel intensiv kennenzulernen. Dafür verlängerten wir unseren Aufenthalt, nahmen einen Mietwagen und erkundeten große Teile der Insel auf eigene Faust. Schnell zeigte sich: Rhodos eignet sich perfekt für alle, die Kultur, gutes Essen, kleine Entdeckungen und entspannte Strandtage miteinander verbinden möchten.

Rhodos auf einen Blick

Wo liegt Rhodos eigentlich?

Rhodos liegt im Südosten der Ägäis und gehört zur Inselgruppe der Dodekanes. Die Insel befindet sich nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt. Mit rund 1.400 Quadratkilometern ist Rhodos die viertgrößte Insel Griechenlands. Überall trifft man auf Spuren aus verschiedenen Kulturen und Epochen. Antike Griechen, Byzantiner, Johanniter-Ritter und Osmanen haben sichtbare Spuren hinterlassen. Genau diese Mischung macht Rhodos heute so spannend.

Die Insel bietet lange Kies- und Sandstrände, felsige Küsten, grüne Berge und zahlreiche historische Orte. Gleichzeitig ist die touristische Infrastruktur hervorragend ausgebaut. Trotzdem findet man abseits der bekannten Hotspots noch viele ruhige und authentische Regionen.

Rhodos, Greece

Was macht Rhodos einzigartig?

Rhodos verbindet Geschichte, Natur und Badeurlaub auf einzigartige Weise. Die Insel bietet lange Strände, kleine Buchten, grüne Gebirgslandschaften und zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten. Gleichzeitig gilt Rhodos als eine der sonnigsten Regionen Europas mit mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr.

Gleich 28 Strände der Insel wurden mit der renommierten Blauen Flagge ausgezeichnet. Damit gehört Rhodos zu den Spitzenreitern Griechenlands und bestätigt seinen Ruf als Insel mit kristallklarem Wasser. Zu den ausgezeichneten Stränden zählen unter anderem Faliraki, Afandou, Vlycha, Kolymbia, Lardos, Kiotari, Gennadi, Plimmiri und Lachania.

Auch kulinarisch überzeugte uns Rhodos. Frischer Fisch, gegrilltes Fleisch, Olivenöl, Kräuter, Meze und typisch griechische Tavernen gehören fast überall dazu. Morgens liefen wir durch mittelalterliche Gassen, mittags saßen wir in kleinen Tavernen direkt am Meer und am Nachmittag entspannten wir an traumhaften Stränden. Genau diese Kombination macht Rhodos so angenehm vielseitig.

Hafen von Rhodos

Was kann man auf Rhodos erleben?

Natürlich kann man auf Rhodos einen klassischen Badeurlaub verbringen. Gleichzeitig eignet sich die Insel perfekt für eine Rundreise mit dem Mietwagen. Vom Atrium Prestige Thalasso Spa Resort & Villas im Süden der Insel aus konnten wir über größtenteils gut ausgebaute Straßen viele Highlights entdecken.

Wir fuhren durch weiß getünchte Bergdörfer, vorbei an abgelegenen Buchten, alten Klöstern und wunderschönen Aussichtspunkten. Immer wieder entdeckten wir kleine Tavernen am Meer oder versteckte Cafés in engen Gassen.

Besonders spannend fanden wir den Kontrast zwischen bekannten Sehenswürdigkeiten und wenig besuchten Orten. Während Lindos oder die Altstadt von Rhodos teilweise sehr voll waren, erlebt man an anderen Orten fast völlige Ruhe. Vor allem der Süden der Insel wirkt deutlich entspannter und ursprünglicher.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf Rhodos

Rhodos-Stadt: Hafen, Windmühlen und mittelalterliche Altstadt

Die Altstadt von Rhodos-Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den beeindruckendsten historischen Altstädten Griechenlands. Schon am Hafen mit seinen Windmühlen beginnt die besondere Atmosphäre. Der berühmte Koloss von Rhodos soll sich einst hier befunden haben. Heute prägen eher Yachten, Cafés und Touristen das Bild.

Windmühlen von Rhodos

Besonders sehenswert ist die Straße der Ritter. Sie zählt zu den bekanntesten mittelalterlichen Straßen Europas. Hier befinden sich zahlreiche ehemalige Herbergen der Ritterorden. Der imposante Großmeisterpalast wirkt fast wie eine mittelalterliche Festung und gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel.

Straße der Ritter, Rhodos

Auch der Naillac Tower erinnert noch an die Zeit der Johanniter-Ritter. Ebenfalls sehenswert ist die Kirche der Heiligen Jungfrau von Burgh mit ihren beeindruckenden Ruinen. Trotz der vielen Besucher besitzt die Altstadt bis heute einen besonderen Charakter.

Naillac Tower, Rhodos

Kalithea Springs: Historische Thermen direkt am Meer

Kalithea Springs gehört zu den schönsten historischen Anlagen der Insel. Die ehemaligen Thermen wurden bereits während der italienischen Besatzungszeit bekannt. Heute verbindet der Ort historische Architektur mit Badebuchten und mediterraner Atmosphäre.

Kalithea Springs

Weiße Kuppeln, Mosaike und Palmen prägen das Bild. Die Anlage liegt direkt am Meer und eignet sich perfekt für einen entspannten Badenachmittag. Das klare Wasser und die kleinen Felsbuchten sorgen optisch fast für Karibik-Flair, auch wenn das Wasser überraschend kühl sein kann.

Gleichzeitig bietet die Anlage viele schöne Fotomotive. Der Eintrittspreis von rund fünf Euro pro Person ist fair. Deutlich teurer sind allerdings die Strandliegen, für die teilweise rund zwanzig Euro pro Person verlangt werden.

Kalithea Springs

Anthony Quinn Bay und der Aussichtspunkt

Die Anthony Quinn Bay zählt zu den bekanntesten Buchten der Insel. Ihren Namen erhielt sie nach dem Schauspieler Anthony Quinn, der hier Szenen für den Film „Die Kanonen von Navarone“ drehte. Der Legende nach soll ihm die Bucht anschließend sogar geschenkt worden sein. Belegt ist das allerdings nicht. Die kleine Bucht begeistert mit türkisfarbenem Wasser und felsiger Landschaft. Besonders Schnorchler kommen hier auf ihre Kosten.

In der Hauptsaison kann es allerdings sehr voll werden. Wir entschieden uns deshalb vor allem für den Aussichtspunkt oberhalb der Bucht. Von dort bietet sich ein fantastischer Blick über die Küste und das Meer.

Anthony Quinn Bay, Rhodos

Das Kloster Tsampika und die berühmten 300 Stufen

Das Kloster Tsampika gehört zu den bekanntesten Wallfahrtsorten der Insel. Der Aufstieg ist allerdings nichts für Fußkranke oder Bequeme. Zunächst führt eine längere Straße bergauf zu einem Parkplatz. Danach folgen mehr als 300 Stufen bis zum Gipfel. Die Anstrengung lohnt sich jedoch. Oben angekommen bietet sich ein spektakulärer Blick über die Küste, den Tsampika Beach und das Meer. Besonders morgens oder am späten Nachmittag wirkt die Aussicht beeindruckend. Das kleine Kloster selbst ist eher schlicht. Viele Einheimische besuchen den Ort bis heute aus religiösen Gründen. Gleichzeitig zählt der Aufstieg trotz der Anstrengungen zu den beliebtesten Ausflügen auf Rhodos.

Kloster Tsampika, Blick nach über 300 Stufen

Lindos: Weiße Häuser und antike Akropolis

Lindos zählt zu den absoluten Highlights der Insel. Der Ort mit seinen weißen Häusern und engen Gassen wirkt fast wie aus einem Bilderbuch – auch wenn Lindos inzwischen oft völlig überlaufen ist. Hoch über der Altstadt thront die berühmte Akropolis, die als eine der schönsten Griechenlands gilt. Von dort bietet sich ein fantastischer Blick über die Buchten und die Küste. Gleichzeitig spürt man hier die lange Geschichte der Insel.

Lindos

Auch die Marienkirche im Ort ist sehenswert. Besonders die bemalten Innenräume und der Glockenturm fallen auf. In den kleinen Gassen befinden sich zahlreiche Cafés, Tavernen und Souvenirgeschäfte. Allerdings merkt man schnell, wie beliebt Lindos inzwischen geworden ist. Parkgebühren von sieben Euro und Eintrittspreise von rund zwanzig Euro pro Person für die Akropolis sind mittlerweile normal.

Akropolis von Lindos, Rhodos

Lachania: Ein ruhiges Dorf im Süden

Lachania wirkt deutlich ruhiger als viele bekannte Orte im Norden der Insel. Kleine weiße Häuser, enge Gassen und traditionelle Tavernen prägen das Dorf. Beim Spaziergang entdeckt man ständig neue Fotomotive. Alte Türen, blaue Fensterläden und blühende Pflanzen sorgen für typisch griechisches Flair. Gleichzeitig wirkt vieles angenehm authentisch.

Hungrig? Dann lohnt sich ein Besuch der Platanos Taverna direkt am Dorfplatz. Dort erlebten wir wunderbare griechische Atmosphäre und hervorragendes Essen unter einer riesigen Platane.

Lachania, Rhodos

Die alte Seidenfabrik im Süden von Rhodos

Die alte Seidenfabrik im Süden der Insel gehört zu den eher unbekannten Orten auf Rhodos. Man erkennt die Ruinen leicht von der Hauptstraße aus. Etwas versteckt liegt die Anlage mitten in der Landschaft. Früher spielte die Seidenproduktion auf der Insel eine wichtige Rolle. Heute erinnern nur noch Mauern und Ruinen an diese Zeit. Gerade dadurch besitzt der Ort einen besonderen Charme.

Wer gerne fotografiert oder sogenannte Lost Places mag, sollte hier einen kurzen Stopp einplanen.

Seidenfabrik, Rhodos

Das abgelegene Kloster Moni Skiadi

Das Moni Skiadi gehörte zu den ruhigsten Orten unserer Inseltour. Viele Touristen kennen das abgelegene Kloster noch nicht einmal. Die Fahrt dorthin führte uns durch einsame Landschaften und teilweise heftige Schotterpisten. Statt großer Besuchergruppen erlebt man hier Ruhe, Natur und eine fast mystische Atmosphäre.

Das Kloster selbst wirkt schlicht, aber sehr authentisch. Ein Priester saß entspannt im Schatten und bot kostenlose Getränke wie Kaffee oder Tee an. Besonders die Aussicht über die umliegende Landschaft beeindruckte uns sehr. Für uns gehörte Moni Skiadi zu den schönsten Orten der Insel.

Kloster Moni Skiadi, Rhodos

Monolithos Castle: Burg mit spektakulärer Aussicht

Monolithos Castle liegt spektakulär auf einem Felsen über dem Meer. Schon bei der Anfahrt wirkt die Burg beeindruckend, besonders wenn Wolken über die Berglandschaft ziehen. Die ehemalige Festung stammt aus dem Mittelalter und diente einst zum Schutz vor Angriffen. Heute sind nur noch Ruinen und eine kleine Kapelle erhalten. Trotzdem besitzt der Ort eine besondere Atmosphäre.

Monolithos

Von oben blickt man weit über die Küste und das Meer. Gerade zum Sonnenuntergang zählt Monolithos Castle zu den schönsten Aussichtspunkten der Insel.

Kirche auf Monolithos

Kritinia Castle: Ritterburg mit Meerblick

Rund 55 Kilometer von Rhodos-Stadt entfernt liegt Kritinia Castle. Die Burg wurde im Jahr 1472 zum Schutz vor türkischen Angriffen erbaut. Es handelt sich um eine alte Johanniterburg, die noch relativ gut erhalten ist. Im Inneren befinden sich die Ruinen der Kirche St. Paul sowie die Wappen ehemaliger Großmeister von Rhodos. Besonders bekannt ist Kritinia Castle für den fantastischen Panoramablick über die Ägäis und die vorgelagerten Inseln wie Chalki. Die Burg gehört zu den schönsten Aussichtspunkten an der Westküste der Insel.

Kritinia Castle, Rhodos

Die antiken Ruinen von Kamiros

Kamiros zählt zu den wichtigsten antiken Ausgrabungsstätten der Insel. Die ehemalige Stadt wurde bereits in der Antike gegründet und später durch ein Erdbeben zerstört. Die Anlage liegt leicht erhöht mit Blick aufs Meer. Noch heute lassen sich Straßen, Häuser, Wasseranlagen und Tempelreste erkennen. Dadurch bekommt man einen guten Eindruck vom Leben in der Antike. Wir waren dort fast alleine unterwegs und konnten ganz entspannt durch die Ruinen spazieren. Gerade diese Ruhe machte den Besuch besonders angenehm.

Kamiros, Rhodos

Wo wohnen auf Rhodos?

Das Atrium Prestige Thalasso Spa Resort & Villas liegt im ruhigen Süden der Insel direkt am Meer. Für uns ist es das beste Hotel der Atrium-Kette. Das Resort wirkt großzügig, gepflegt und angenehm entspannt. Wir erhielten ein Upgrade in eine Junior Suite mit eigenem Pool direkt am Strand. Gerade diese Kombination aus Privatsphäre, Ruhe und Meerblick machte den Aufenthalt besonders angenehm.

Atrium Prestige Thalasso Spa Resort & Villas, Rhodos

Auch kulinarisch überzeugte das Hotel. Das Frühstück war umfangreich und die Restaurants boten eine große Auswahl an griechischen und internationalen Gerichten.

Atrium Prestige Thalasso Spa Resort & Villas

Atrium Prestige Thalasso Spa Resort & Villas

Besonders positiv fiel uns auf, dass es trotz der Hotelgröße keinen Kampf um freie Sonnenliegen gab. Gleichzeitig wirkte das Resort nie hektisch. Hinzu kommen ein großer Spa-Bereich, mehrere Pools und direkter Strandzugang. Für alle, die Ruhe und Komfort suchen, gehört das Hotel sicher zu den schönsten Resorts auf Rhodos.

Wie kommt man nach Rhodos?

Anreise nach Rhodos: Flug, Mietwagen und Fortbewegung

Rhodos International Airport wird von vielen deutschen Flughäfen direkt angeflogen. Besonders zwischen Frühjahr und Herbst gibt es zahlreiche Direktverbindungen. Vom Flughafen erreicht man viele Regionen der Insel innerhalb von 30 bis 90 Minuten. Wer möglichst flexibel sein möchte, sollte einen Mietwagen buchen. Gerade abgelegene Klöster, Burgen oder kleinere Dörfer lassen sich damit deutlich einfacher erkunden.

Kloster Tsampika

Wann ist die beste Reisezeit für Rhodos?

Wetter und Klima auf der Insel

Rhodos besitzt ein typisches Mittelmeerklima mit vielen Sonnenstunden. Bereits im Frühjahr ist das Wetter oft angenehm warm. Während unseres Aufenthalts zeigte sich die Insel überraschend grün und deutlich abwechslungsreicher als erwartet.

Die beste Reisezeit liegt meist zwischen April und Juni sowie September und Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehm und viele Orte noch nicht ganz so überlaufen.

Im Hochsommer kann es dagegen sehr heiß werden. Temperaturen von über 35 Grad sind keine Seltenheit. Dafür eignet sich diese Zeit perfekt für klassischen Badeurlaub.

Gerade das Frühjahr gefiel uns besonders gut. Viele Landschaften waren noch grün und die Temperaturen ideal für Ausflüge mit dem Mietwagen.