Wir sind dem schlechten Wetter entflohen und genießen auf Lanzarote ein paar Tage Sonne bei angenehmen 24 Grad. Nirgendwo anders auf den Kanaren wird der vulkanische Ursprung der Inseln so deutlich wie hier. Im Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote herrschen wenige Meter unter der Erdoberfläche bereits mehrere hundert Grad. Im Restaurant Diablo nutzt man diese enorme Hitze für einen “Erdwärmegrill” und gart Fleisch und Fisch über einem Loch im Boden. Vor knapp 300 Jahren verwandelten heftige Vulkanausbrüche die Lanzarote in eine Steinwüste – überall Lava und Asche. Irgendwie beängstigend aber gleichzeitig auch faszinierend. Eines der faszinierendsten Ausflugsziele von Lanzarote befindet sich im Südwesten der Insel in der Gemeinde Yaiza. Südlich des Fischerdorfes El Golfo liegt der Lago Verde, was auf deutsch „grüner See“ bedeutet. Wie eine Sichel liegt die Lagune in einem teilweise im Meer versunkenen Vulkankrater in etwa dreißig Meter Entfernung zur Küste. Seine leuchtend grüne Farbe hat der See dem Einfluss der Alge Ruppia Maritima zu verdanken. Da das Wasser der Lagune extrem salzhaltig ist, bietet es der Alge optimale Lebensbedingungen. Die Lagune ist unterirdisch mit dem Meer verbunden und wird dadurch immer wieder mit frischem Meerwasser aufgefüllt. Um den See vor den Touristenmassen zu schützen, wurde er unter Naturschutz gestellt und mit Seilen abgesperrt. Trotzdem ist der Kratersee absolut sehenswert und ein unvergessliches Erlebnis. Bei direkter Sonneneinstrahlung kommen die Farben besonders gut zur Geltung. Nach einem Ausflug nach Lago Verde bietet sich ein Abstecher nach El Golfo geradezu an. Das Fischerdorf hat einige wirklich gute Restaurants, die auf ganz Lanzarote bekannt sind. Wir bedauern fast, dass wir nicht hier wohnen aber wir haben es auf der anderen Inselseite auch sehr gut getroffen.

Unsere Unterkunft hier ist eine mongolische Jurte, die ein ganz besonderes Wohngefühl bietet. Es fühlt sich an wie Camping aber mit richtigem Bett und etwas mehr Luxus. Ein guter Start – uns gefällt’s!